Neujahrsfest der Hexen, Samhain, Halloween oder Allerheiligen

31/10/2016

(Quelle www.tesswhitehurst.com)

 

Von Halloween habt ihr bestimmt schon alle gehört, aber kennt ihr Samhain, eins der vier grossen irisch-keltischen Feste? Samhain gilt als eins der ältesten Feste der Menschheit, wahrscheinlich ist es älter als 3000 Jahre. Eine mystische Zeit, vor allem für Prophezeiungen - was wird uns das kommende Jahr bringen? Altes wird verabschiedet. Das Fest unserer Ahnen und Verstorbenen. Ich liebe diese alten, keltischen Feste und beschäftige mich gerne damit. Die Zeit von Samhain bis zum 6. Januar, also dem Dreikönigstag, ist die Zeit in welcher ich viel räuchere, Karten lege, orakle, das alte Jahr Revue passieren lasse und mich langsam davon verabschiede, bevor ich mich auf's neue Jahr vorbereite. Obwohl ich immer das Gefühl habe, kein grosser Winterfan zu sein (vor allem, weil mir immer kalt ist) ist dies für mich eine der schönsten Zeiten im Jahreskreis, weil sie so mystisch ist und ich diese Dunkelheit irgend wie einfach mag und sehr bewusst erlebe (vielleicht, weil ich ein Skorpion bin, lach?). Ich werde euch in dieser Zeit immer wieder einen kleinen Einblick in mein Tun geben. Das Foto ist (zum ersten Mal und somit eine grosse Ausnahme) kein Foto von mir. Es passt aber so gut in die nun kommende Zeit. Die Tore zwischen den Welten öffnen sich und der Rabe ist ein Vermittler zwischen den Welten. Ein sehr mystisches Tier, aber dazu ein anderes Mal mehr. 

 

Hier ein Auszug zu Samhain/Halloween/Allerheiligen, aus dem Buch "Die magische Kraft der Pflanzen" von Ulrike Seweryn & Christine Weidenweber, aus dem blv Verlag.

 

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, am Vorabend vom heutigen christlichen Allerheiligen, wird das Fest Samhain gefeiert. In dieser Zeit zeigt die Göttin ihren dunklen Aspekt, sie wird zur weisen Alten, zur Spinnerin, die den Faden von Leben und Tod webt. Wer sich in ihrem Netz verfängt, gilt als verloren. Diese Tage sind auch die Zeit des keltischen Totengottes Samhain und von Frau Holle, die im Holunderbusch lebt. Beide symbolisieren die Pforten zwischen Leben und Tod. Deshalb wurden an Samhain die Runen gelegt, um die Zukunft zu deuten und Räucherungen mit aromatischen Kräutern entzündet. Traditionsgemäss beginnen nun auch die Winternächte, die bis zum 6. Januar, dem Dreikönigstag, andauern. Sie stellen den dunkelsten und mystischsten Zeitraum des Jahreskreises dar. Mit Räucherungen und Orakeln versuchten die Leute früher dieser dunklen Zeit zu entrinnen und die göttlichen Kräfte gnädig zu stimmen. 

 

Der Erntekönig - die Sonne - ist in die Unterwelt gegangen, nun regieren die Mächte der Dunkelheit. An Samhain reitet der Totengott durch die Wälder, Felder und Dörfer. In seinem Gefolge befindet sich die "Wilde Jagd", sein gefährliches, randalierendes Heer von wilden Reitern. In den Häusern wurden früher viele Lichter entzündet, um diesen Kräften keine Macht über die Bewohner zu geben. Weisse Speisen, meist Milchbreie, wurden von den Menschen nachts vor die Türen gestellt, um die Wilde Jagd gütig zu stimmen und Unschuld zu demonstrieren.

 

Die Nacht von All Hallows Eve, Halloween oder Allerheiligen ist der Abend der Heiligen, der Hologramme und der toten Seelen. Früher wurden aus Rüben und später aus Kürbissen Gruselgesichter geschnitzt, um das "Wilde Heer" abzulenken und ihm vorzugaukeln, dass man bereits dazu gehörte. Ein Brauch, der sich bis heute gehalten hat. Heute kennen wir in als Halloween. 

 

Samhain ist aber auch das Fest der Ahnen und der lieben Verstorbenen. Wie zu jedem anderen Jahreskreis Fest sind die Zugänge zu den anderen Welten besonders durchlässig und so kann man zu diesem Fest ganz leicht in Kontakt mit den Verstorbenen und den Ahnen kommen. So wie in der Natur alles stirbt, sind die Themen Sterben und Tod überall präsent. In dem Wissen, dass die Ahnen einen bedeutenden Einfluss haben, lädt man sie in der Samhainnacht ein, nach Hause zu kommen. Man stellte Rübenlichter ans Fenster, damit sie heimfinden, man kocht ihnen ihre Lieblingsspeisen und deckt extra für sie auf. Endlich ist man wieder mit ihnen zusammen und kann gemeinsam feiern und essen. Zu Mitternacht werden die Ahnen um Rat befragt und danach lässt man sie alleine, bevor sie in der Dämmerung des nächsten Tages wieder in ihr Leben auf der anderen Seite zurück kehren. Ein gesegnetes Samhain euch allen.

 

 

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