Schätze aus dem Wald

30/01/2017

 

Seit dem letzten Blog Eintrag sind zwar bereits 2 Wochen vergangen und trotzdem ist es extrem, wie anders unser Spaziergang heute war. Wir waren natürlich wieder im Wald am wunderschönen Canovasee im mystischen Domleschg. Und bereits konnten wir wieder die ersten Schätze sammeln. Bis vor ein paar Tagen war es eisig kalt und der Schnee wurde auch bei uns richtig konserviert. Im Gegenteil zu einigen Regionen in der Schweiz, haben wir praktisch nie Nebel und somit konnten wir diese eisigen Wintertage trotzdem geniessen. Warm einpacken und dann ging's wunderbar. In den letzten 2-3 Tagen ist es nun deutlich wärmer geworden und mich kribbelt's schon langsam wieder. Ich kann den Frühling fast nicht mehr erwarten. Schon bald wird man die ersten Blümchen und Kräuter finden. Aber auch heute schon, konnten wir wieder die ersten Schätze aus dem Wald mit nach Hause bringen. Wir haben Harze gesammelt. Das Harz benutzen wir vor allem zum Räuchern, das duftet einfach herrlich nach Wald, da braucht man keinen Weihrauch mehr. Ich mache aus dem Harz aber auch Salben. Das ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit und die Pfanne kann man danach eigentlich gleich entsorgen, darum nehme ich unterdessen immer eine Dose um das Harz zu schmelzen. Die Harzsalbe kann man bei Erkältungskrankheiten, Gliederschmerzen, unreiner Haut, Sonnenbrand und als Zugsalbe benutzen.

 

Das Harz tritt durch Harzkanäle an die Oberfläche der Baumstämme und haben dort vor allem eine Schutz- und Heilungsfunktion. Wird der Baum äusserlich verletzt oder seine Rinde durch Krankheiten/Pilze o.ä. bedroht, übernimmt das Harz die Reparaturfunktion und Risse und sonstige Verletzungen. Da die Bäume in erster Linie das Harz an Verletzungen zum eigenen Schutz brauchen, sollte man nicht an ihrer Rinde kratzen oder das Harz mit spitzen Gegenständen herausbrechen. Harz an Wundversiegelungen sollte man also dort belassen, denn auch kleine offene Stellen an der Rinde von Bäumen können diesen gefährden, da hier Pilze und Bakterien eintreten und den Baum töten können. Ich nehme daher nur älteres Harz, das schon fest geworden und leicht lösbar ist, ohne dass dabei Rinde verletzt wird und ohne dem Baum eine neue Wunde zuzufügen. Und nicht vergessen sich immer zu bedanken. Dazu etwas Salbei verräuchern und sich bedanken oder den Baum umarmen oder was auch immer man machen möchte. Es muss einfach von Herzen kommen. Wir haben heute Fichtenharz und ein klein wenig Kiefernharz gesammelt. Ach ist das schön, wenn die Natur langsam wieder erwacht! Ich wünsche euch noch einen wunderschönen und sonnigen Sonntag!

 

 

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