Das Frühlingsfest Ostara

20/03/2017

Was für ein wunderschöner Tag, die Sonne scheint und es ist schon so richtig warm draussen. Die Vögel zwitschern und das Grün spriest überall hervor. Ich liebe den Frühling! Morgen ist auch bereits Ostara.

 

Im keltischen Jahreskreis und im Medizinrad ist das Fest der Fruchtbarkeit und des Neuanfangs verankert. Das Fest zur Erinnerung an die Göttin Ostara. Es ist eines der heiligen acht Feste des Jahreskreises, die sich aus Sonnen- und Mondfesten im Wechsel zusammensetzten und eine Einheit innerhalb der Natur darstellen.

 

Heute, am Tag der Frühlings- Tagundnachtgleiche, sind Tag und Nacht genau gleich lang. Ab morgen werden die Tage wieder länger, bis zum Höhepunkt, am 21. Juli, der Sommersonnenwende. Es heisst zu Ostara werde die Göttin geschlechtsreif, ebenso der Gott. Zur Vereinigung und zur grossen Hochzeit der beiden kommt es an Beltrane, unserem 1. Mai. Das helle Grün in der Natur spiegelt dieses Empfinden wieder.

 

Obwohl mit Beginn des Christentums die heidnischen Feste abgeschafft wurden, spiegeln sich doch in fast all unseren Festen heidnische Bräuche und Rituale wieder. Dass Ostern aus dem Wort Ostara entstanden sein könnte, liegt nahe. Doch im Gegensatz zu Ostara findet unser heutiges Osterfest  an unterschiedlichen Daten statt. Ostara ist das Fest der Fruchtbarkeit. Ein Überbleibsel dieses keltischen Festes und ein Zeichen für die Fruchtbarkeit sind unsere Osterhasen und die Schokoladen- und Zuckereier, welche an unserem Osterfest nicht fehlen dürfen. 

 

Ostara wird auch heute noch in verschiedenen Regionen mit grossen Osterfeuern gefeiert. Die Asche der Osterfeuer wird später auf die Felder gebracht und verstreut und, so sagt man, bietet Schutz und Segen für das kommende, hoffentlich fruchtbare Jahr. Die Häuser werden geputzt und mit Frühlingsblumen geschmückt. Man kocht eine Suppe aus neuenerlei frischen, grünen Frühlingskräutern. Diese wird rituell verspeist, um auch die eigenen, körperlichen Lebenskräfte wieder zu wecken. Die Felder werden gesegnet, es wird gesungen und getanzt.

 

Ich habe das Haus geputzt und einen Topf mit bunten Veilchen auf den Balkon gestellt. Heute Abend werde ich natürlich noch ein bisschen räuchern, wie ich es an all diesen Festen mache.

 

Wer nicht ums Feuer tanzen mag, diesen Tag aber bewusst begehen möchte, kann auch Samenballen oder wie man's im Moment überall lesen kann "Seedballs" machen. Das geht ganz einfach. Das Rezept dazu habe ich unter "Rezepte" gepostet. Samenballen helfen der Natur grün und bunt zu werden, gerade in der Stadt.

 

Nun wünsche ich euch noch einen wunderschönen Frühlingstag.

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