Holunderblüten Likör

11/06/2017

Was für ein wunderschöner Sonntag. Wir haben's so richtig genossen in der Viamala Schlucht und danach bei uns in der Altstadt bei einem grossen Eis. Ein richtig erholsamer Tag mit der Familie....was gibt es Schöneres. Wieder zu Hause hat sich mein Mann in den Liegestuhl auf den Balkon geschmissen und ich hatte noch zu tun. Habe gestern nochmals Holunderblüten gesammelt und angesetzt und daraus geworden ist nun ein Holunderblüten Likör. Das Rezept ist ganz einfach. Ich werde es euch gleich unter der Rubrik "Rezepte" posten. Ich LIEBE Holunderblüten und alles, was man daraus machen kann und später gibts dann die Beeren, auch die sind wunderbar und werden zu Schwarzem Holunder Gelee verarbeitet. Darauf freue ich mich auch schon.

 

Hier ein kurzer Auszug zum Holunder aus meinen Unterlagen zu meinen Kräuter Workshops,  in Fischenthal und Davos (Infos dazu findet ihr unter "Events").

 

Altes Wissen - Der Holunder galt schon seit jeher als Zauberbaum und heilige Pflanze, in der ein mächtiger Pflanzengeist wohnt. Als ein Baum der Ahnen und als ein Tor in die Anderswelt wurde er angesehen. In ihm wohnte der gute Hausgeist, der Haus und Hof beschützte. Bei den Kelten war die Wurzel der Hollermutter Wohnstatt des Erdgottes Puschkaitis, dem Herrn der wilden Wald- und Erdwesen. Unsere keltischen und germanischen Ahnen opferten unter dem Hollerstrauch der alten urtümlichen Muttergottheit. Perchta, die Junge, die Leuchtende, die Strahlende, aber auch ihr dunkler Aspekt, hütete Haus- und Hofgemeinschaft und die Pflanzenwesen im Garten. Segensvolle, milde Holde, Hulde, war sie, Schützerin, Schwellenführerin und Heilerin zugleich. Wie sehr der Holunder in der germanischen Mythologie geschätzt war, zeigt sich in der Redensart  “Vor dem Holunder sollst du den Hut ziehen, vorm Wacholder aber das Knie beugen.“ Laut einer Sage war der 3. Juli der Namenstag des heiligen Thomas, ein ganz wichtiger Tag für junge Mädchen: beim Läuten der Abendglocken schüttelten sie einen Holunderbusch. Aus der Richtung, aus der der nächste Hund bellte, kam laut Sage der spätere Ehemann. Die Cherokee-Indianer geben ihren Stammesmitgliedern vor der Vissionssuche einen „Trank der Reinigung“ aus den schwarzen Holunderbeeren. Die Crow-Indianer baden Mutter und Kind nach der Geburt im Holunderabsud, um die Sauerstoffversorgung zu erhöhen und dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen.

 

Heute noch findet man fast bei jeden Stall, Hof und Maiensäss mindestens einen Holunderstrauch. Sie wurden früher an den Hausecken als Schutz gepflanzt. Einen Holunderstrauch sollte man, so sagt es die Mythologie, nie fällen, das bringt 8 Jahre Unglück. Ich habe es auf jeden Fall auch nicht vor, lieber geniesse ich die Schätze, welche der Holunder uns zu geben hat. Aber auch hier immer daran denken

 

, nicht ganze Sträucher leer ernten. Pro Strauch nur 3-4 Dolden ernten, damit die Insekten auch noch etwas davon haben und sich immer schön bedanken, lach. Nun wünsche ich euch noch einen wunderschönen, restlichen Sonntag.

 

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