Brennnessel - Unkraut?

09/09/2017

 

Wer kennt es nicht, das brennende Gefühl, wenn man einer Brennnessel zu nahe kommt. Schon bei leichter Berührung spritzt die Pflanze durch einen winzigen Stich eiweisshaltiges Gift in die Haut. Es ist mit Schlangengift verwandt und enthält die Reizstoffe Histamin und Toxalbumin. Aus diesem Grunde weichen wir diesem "Unkraut" seit unserer Kindheit gerne aus und wenn wir es um's Haus herum haben, würden wir es am liebsten ausrotten.

 

Aber Stopp!

Wie bereits Pfarrer Künzle gesagt hat „Hätte der liebe Gott der Brennnessel nicht ihr Feuer gegeben, so wäre sie schon längst ausgerottet worden“ .

 

Die Brennnessel ist einer der wunderbarsten, heimischen Heilpflanzen! Der Name „Urtica“ leitet sich vom lateinischen „uere“ ab und bedeutet „brennen“. So setzten wir sie, analog ihrer Brennwirkung, auch bei allen brennenden Leiden ein, wie z.B. Nesselsucht, juckenden, brennenden Allergien oder bei Brennen der Harnorgane. Ein wahres Kraftpaket, ein Durchhaltemittel ersten Ranges, ist die Brennnessel. Das nitratarme, hervorragende Wildgemüse mit reinigender Wirkung auf den Stoffwechsel, regt die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen an und ist ein Blutbildungsmittel der Superlative. Brennnesseln sind ein hervorragendes Mittel bei Umweltleiden wie Allergien, Rheuma, Magen- und Darmgeschwüren, Gallen- und Leberleiden und bei Blasengries.

 

Archäologie

Sogar die Archäologen können sich die Eigenschaften der Brennnessel zunutze machen. Die Brennnessel liebt stickstoffhaltigen Boden. Überall, wo Menschen einmal gelebt haben, hinterliessen sie durch die eigenen Fäkalien und die ihrer Tiere vermehrt Stickstoff im Boden. So kann die Brennnessel eine Siedlung anzeigen, auch wenn kein einziger Mauerrest mehr an der Oberfläche zu sehen ist. Ist das nicht wunderbar?

 

Samen

Jetzt im Herbst kann man so langsam aber sicher die Samen (siehe Bild oben) ernten. Die nussig schmeckenden Samen können frisch oder getrocknet aufs Butterbrot gestreut, im Joghurt, im Salat und im Müesli genossen werden oder runden, fein gemahlen, eine Kräutermischung ab. Sie regen Dank ihres hohen Phytohormongehaltes unser Hormonsystem an und steigert so Vitalität und Kraft, aber auch Liebesglut und Potenz.

 

Haarwasser aus Brennnessel

Die Brennnessel ist auch ein wunderbares Mittel für die Haare. Dieses Haarwasser wirkt gegen Schuppen und Haarausfall und ist ganz einfach zum Selbermachen -

 

50gr. gesäuberte, klein geschnittene Blätter und Wurzeln in 1/2 Liter Apfelesseig geben und 3 Wochen an der Sonne stehen lassen. Abgiessen und in eine dunkle Flasche füllen. Bei Schuppen und/oder Haarausfall pur oder 1:5 mit Wasser verdünnt, in die Kopfhaut einmassieren und 30min einwirken lassen. Danach ausspülen.

 

 

Ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen davon überzeugen, dass die Brennnessel, trotz ihrer Nesseln, eine wunderbare Heilpflanze ist. Ihr Tee ist ein hervorragendes Mittel zur Blutreinigung und zur Stoffwechselanregung, aber aufgepasst, nicht zu lange und exzessiv trinken, da er sonst innerlich zu sehr austrocknet. Aber ab und zu eine Tasse von dem feinen Tee, sollte man sich gönnen und seinem Körper zuliebe tun.

 

Nun wünsche ich dir noch ein schönes Wochenende, der September Newsletter wird bald verschickt. Falls du Interesse daran hast, melde dich einfach über die Webseite an. 

 

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