Erntedank

22/09/2017

Die Kräuterernte oberhalb der Erde ist nun weitgehend abgeschlossen und wir wenden uns den Wurzeln zu. Jetzt wo die Tage kürzer werden, ziehen sich die Wirkstoffe der Kräuter zurück in die Erde. Das heisst, dass die Wurzeln nun alle wertvollen Wirkstoffe in sich tragen. Wir ernten Blutwurz, Löwenzahn, Beinwell, Baldrian Wurzeln und viele mehr. Daraus können wir Tinkturen und Öle ansetzten, wir können die Wurzeln aber auch trocknen für Tees und Räucher-mischungen oder wir machen daraus Amulette. Ebenfalls können wir nun wunderbare Früchte wie Sanddorn, Weißdorn, Holunder und Schlehen Beeren ernten. Aber auch Kastanien und Hagenbutte sind langsam Reif für die Ernte. 

 

Erntedank

Der Erntemonat September war vor allem bei unseren Vorfahren von grosser Bedeutung. Alles, was im September für den Winter geerntet und haltbar gemacht werden konnte, war Garant für ein sicheres Überleben in der kalten Jahreszeit. Die Bräuche im Herbst waren geprägt von Dank und Segen. Das Ende der arbeitsreichen Zeit auf dem Feld wurde gefeiert.

 

Heutzutage, wo wir im Geschäft immer vor vollen Gestellen stehen und Sommer, Herbst, Winter und Frühling praktisch jede Frucht essen können, denken wir gar nicht mehr daran, Mutter Erde für all die Geschenke zu danken. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns dessen wieder mehr bewusst werden und das auch in den Familie mal zum Thema macht. Man muss ja kein riesiges Fest veranstalten, es reicht bereits eine Kerze anzuzünden, vielleicht ein paar Früchte drum herum zu legen und von ganzem Herzen zu danken. Vielleicht möchtest du dazu räuchern? Eine Räuchermischung findest du weiter unten. Was man auch immer machen möchte, bei diesen Sachen gibt es kein richtig oder falsch!

 

 

Herbst Tag- und Nachtgleiche - Mabon

Heute, am 22. September, ist Herbst Tag- und Nachtgleiche. Wir feiern das Sonnenfest Mabon, nun beginnt die dunkel Jahreszeit, die Zeit der Einkehr und Umkehr, die Vorbereitungen auf das kommende, neue Jahr. Heute sind der Tag und die Nacht genau gleich lang. Der Herbst verkündet nun einen stillen Wendepunkt. Wir schauen liebevoll auf die vergangenen Monate zurück, ohne zu bewerten. So wie sich unter den Bäumen so langsam die Blätter sammeln, sammeln wir die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Monate und lassen sie vor unserem inneren Auge Revue passieren. Dazu stellen wir uns Fragen wie

 

- welche Samen habe ich anfangs Jahr gesät und welche Früchte kann ich nun ernten?

- gibt es Samen, welche ich gesetzt habe, welche aber noch nicht Früchte getragen haben? Was kann ich tun, damit auch diese Samen sich noch entwickeln können? Oder lasse ich es so, wie es isth?

- wofür kann ich von Herzen dankbar sein?

- welche Herausforderungen habe ich gemeistert? 

- wo kann ich stolz auf mich sein?

 

Noch ist das Jahr nicht vorbei, wir haben noch genug Zeit umzusetzten, was wir noch umsetzten möchten, falls wir möchten, lach.

 

Ich habe heute Morgen mit einer Meditation und einer Mabon Räucherung tief in mich geschaut und mir diese Fragen gestellt. Ich schaue auf sehr ereignisreiche Monate zurück, auf einen Neubeginn, auf Umbruch, auf intensive Monate, auf Glück, Freude und ich bin stolz darauf, was ich alles umgesetzt habe in diesem Jahr. Ich bin mir selber ein riesiges Stück näher gekommen und weiss immer mehr, was und wie ich es will. Ich lerne langsam zu mir selber zu stehen, mich nicht mehr für alle zu verbiegen, einfach ich selber zu sein und für mich und meine Gesundheit einzustehen. Das tut unendlich gut und ich bin stolz darauf, was ich in diesen Monaten für mich persönlich erreicht habe!

 

Hier noch eine ganz einfache 4 Elemente Räuchermischung zu Mabon

Beifuss - Feuer - Kraft der Transformation

Schafgarbe - Erde - Verwurzelung mit Mutter Erde

Mädesüss - Wasser - Reinigung

Mistel - Luft - Kreativität

....dem Ganzen füge ich noch etwas Alantwurzel bei, da ich den Duft LIEBE. Alantwurzel wirkt segnend und gehört, bei mir, in jede Ritualräucherung....aber auch so, räuchere ich Alantwurzel immer gerne.

 

Nun wünsche ich dir noch eine schöne Tag- und Nachtgleiche. Wir leben in einer sehr intensiven Zeit, immer gut durchatmen und schön bei dir selber bleiben.

 

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