Adventszeit

03/12/2017

Und schon haben wir wieder den 1. Advent. Das Jahr geht langsam dem Ende zu. Wie immer, um diese Jahreszeit, ist viel los. Umso wichtiger, dass wir uns jeden Tag ein bisschen Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen, bei uns selber zu sein. 

 

Rauhnächte

Am Freitag Abend kamen, trotz der vielen Termine, die im Moment alle haben, wieder 9 wunderbare Frauen in den Kreis, in den "Circle of Sisterhood". Ich hab mich riesig darüber gefreut und wir haben einen schönen Abend zusammen genossen, ganz im Zeichen der Rauhnächte, einer meiner Lieblingszeiten. Die Rauhnächte, so wie sie in unserer Gegend überliefert sind, dauern von Weihnachten bis zum Tag der "Heiligen Drei Könige". Eine mystische und sagenumwobene Zeit. Eine Zeit in sich zu kehren, am warmen Feuer zu sitzen (wenn man denn eins hat), zu orakeln, das vergangene Jahr abzuschliessen und sich auf's neue Jahr vorzubereiten. Mehr zu den Rauhnächten findest du hier.

 

Adventszeit - Zeit zum Loslassen

In der Adventszeit durchlaufen wir einen Prozess von 18 Tagen. Vier mal sieben ist 28. Dies entspricht einem Mondzyklus, in dem sich Kräfte abbauen und wieder aufbauen. Die Adventszeit eignet sich hervorragend dafür, alte Muster, die uns nicht mehr dienen, gehen zu lassen und neue, positive Glaubensmuster aufzubauen. Welches alte Muster möchtest du loswerden? Durch welchen Glaubenssatz soll es ersetzt werden?

 

Das Licht

Zur Adventszeit gehören vor allem Feuer, Flamme und Licht, und dies schon seit Jahrtausenden. Die Feuer wärmten unsere Vorfahren und brachten sie zusammen, um in ihrem Licht und ihrer Wärme Geschichten und altes Wissen weiterzugeben. Flammen, früher in Form von Fackeln, halfen, den Weg zu finden. Lichter beleuchteten die Dunkelheit und schenken Hoffnung auf Wiederkehr. Wir haben heute die vier Adventskerzen und viele Lichter am Weihnachtsbaum. Fenster und Stuben werden beleuchtet. Je dunkler die Nacht, desto mehr Lichter erleuchten die Strasse.

 

Woher kommt der Adventskranz?

Der Brauch des Adventskranzes ist sehr alt. Er stellt das Rad des ewigen Lebens und den Sieg des ewigen Lichts dar. Er hat etwas mit dem Ahnen- und Totenkult unserer Vorfahren zu tun, die ihre Ahnen in alten Zeiten aufsuchten, um Beistand, Hilfe und Segen zu erbitten. Der Adventskranz wurde in früheren Zeiten anders verwendet. Man zündete zu Beginn der Zeit alle vier Kerzen an, und mit den kürzer werdenden Tagen der folgenden Wochen, löschte man jeweils eine Kerze, um so die zunehmende Kraft der Dunkelheit zu erfahren und abschliessend die Wiedergeburt des Lichts gebührend feiern zu können.

 

Der Adventskranz wird aus immergrünen Zweigen gebunden und symbolisiert das Schicksalsrad, das in dieser Zeit neu ausgelotet wird, die vier Wege, die vier Himmelsrichtungen und die vier Hauptkräfte im Universum. Er steht auch für den Prozess der Schöpfung, der Materialisation. Er sagt uns "was wir säen, werden wir ernten, und was wir in den grossen Kreislauf geben, kehrt zu uns zurück." Die Weihnachtszeit ist eine alchemistische Zeit, die mit den Schicksalsmächten und Schöpfungskräften in Verbindung steht.

 

 

1. Advent - die erste Kerze brennt

Der erste Advent it der Beginn der Vorweihnachtszeit. Mit der ersten Kerze beginnt in der katholischen und evangelischen Kirche das neue Kirchenjahr.

 

Für unsere Vorfahren war es der Beginn einer neuen Zeit, in der man sich für das Empfangen des ewigen Lichts bereit machte. Man räumte das Haus auf, putzte und räucherte und machte es sich zu Hause gemütlich. 

 

Der erste Advent ist eine gute Gelegenheit, sich in den inneren Raum zu begeben, mit seinen Seelenführern in Kontakt zu treten, das vergangene Jahr zu reflektieren und zu beginnen, eine neue Visionen für das neue Jahr zu erschaffen.

 

 

Hier eine kleine Übung, welche du heute machen kannst - das Licht der Einheit

Nimm dir heute etwas Zeit für dich. Entzünde eine Kerze in deiner Lieblingsfarbe. Betrachte einige Zeit das Kerzenlicht. 

 

Die Kerze verbrennt das Wachs und wandelt es um in Licht - so wie in unserem Leben nur dieser Augenblick real ist und sich dann in eine in Licht geschriebene Erinnerung wandelt.

 

Konzentriere dich wieder auf das Licht der Einheit. Konzentriere dich auf die ewige Flamme in deinem Herzen. Nimm wahr, wie sie sich ausdehnt, wie sie um dich herum leuchtet und lodert und alles in deinem Energiefeld auflöst, was für dich nicht mehr wichtig ist.

 

Lasse das Licht in alles, was dich in deinem Leben umgibt, zur Harmonisierung fliessen. Fühle, wie alle Bindungen sich reinigen und klären. Geniesse die Ausdehnung  des ewigen Lichts in deinem Herzen. Bitte nun deinen Seelenführer zu dir. Nimm ihn wahr. Bitte deinen Seelenführer, dir jetzt eine Botschaft zu übermitteln für die kommende Zeit. Lasse geschehen, was geschehen will. bleibe für eine ganze Zeit in der Stille und in dem Licht der Einheit.

 

Dein Seelenführer zieht sich nach einer Zeit langsam zurück, und du kommst langsam wieder in den gegenwärtigen Raum. Bedanke dich innerlich und wisse es ist getan.

 

Notiere, was dir übermittelt wurde.

 

Segne die vor dir liegende Zeit.

Aus "Advents- und Weichnachtsbräuche" von Jeanne Ruland

 

 

Sonntag

Bis nächsten Samstag Abend bin ich noch Vollgas unterwegs. Ich habe mich dieses Jahr (wieder

einmal) etwas übernommen und renne seit den Ferien im Oktober von morgens früh, bis abends spät....das war ursprünglich nicht so geplant. Aber wie's halt so ist, manchmal muss man die Chancen einfach packen und sich durchbeissen und genau das mache ich zur Zeit, obwohl ich alles liebe, was ich gerade mache. Im neuen Jahr muss ich besser planen und endlich lernen, mir nicht so viel aufladen. Und es gab Menschen, die Angst hatten, mir wäre langweilig, wenn ich nicht mehr irgend wo angestellt bin, lach. Ich und langweilig!? Nie! Auf jeden Fall sind wir heute, an diesem wunderschönen aber bitterkalten Tag, eine schöne Runde gelaufen. In Paspels, im wunderschönen Domleschg, einer meiner Lieblingsgegenden.

 

Und nun werde ich mich zurückziehen und das Kerzenritual machen, bevor's in die Küche, Abendessen kochen, geht. Dir wünsche ich noch einen ruhigen und erholsamen Sonntag.

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