Die Rückkehr des Lichtes

04/02/2018

 

Das Licht

Obwohl ich ein absolutes Novemberkind bin und die dunkle Jahreszeit liebe, freue ich mich doch auch jedes Jahr wieder über die Rückkehr des Lichtes. Zu spüren, wie die Natur langsam wieder erwacht, wie ich durch das Licht wieder mehr Energie bekomme, ist wunderschön. So hat jede Jahreszeit seine Aufgabe, ist das nicht wunderbar? Die Natur erwacht langsam wieder und auch wir spüren den Aufbruch in uns....auf gehts, lach. Im Sommer, nährt uns die Sonne, wir sind voller Energie und die Blumen und Kräuter stehen in voller Pracht. Im Herbst ist Erntezeit, alles wird wieder ruhiger, wir ernten die Früchte die wir im Frühling gesät haben. Die Energie der Pflanzen zieht sich langsam zurück in die Wurzeln und das spüren wir auch als Menschen. Das Sprudelnde vom Sommer wird langsam wieder ruhiger und dann kommt das keltische Jahreskreisfest Samhain, die Tage werden wieder dunkler, die Natur kommt zur Ruhe und auch wir haben das Bedürfnis uns zurück zu ziehen. In der dunklen Jahreszeit sind wir wieder mehr im Haus, zünden Kerzen an und kommen zur Ruhe...zumindest haben wir das Bedürfnis dazu. Bis das Licht wieder zurück kommt und wir mit Energie und Tatendrang erfüllt werden. Der Kreislauf des Lebens in der Natur und in uns.....ich liebe es. 

 

Am Freitag, im Frauenkreis, haben wir Imbolc, die Rückkehr des Lichtes gefeiert. Obwohl die Temperaturen im Moment wieder eher kalt sind, es ist eine andere Art von Winter. Die Nächte sind nicht mehr gar so dunkel. Sie sind kristallklar und die Tage werden spürbar länger. Mit der Rückkehr des Lichtes hören wir auch wieder die Vögel pfeifen und es macht uns glücklich...irgend wie riecht es schon fast ein kleines bisschen nach Frühling. Und wenn wir raus in die Natur gehen, sieht man bereits die ersten Schneeglöckchen, die Bäume treiben ihre Sprossen und das Leben erwacht langsam wieder, zumindest hier bei uns auf gut 500 M.ü.M. 

 

 

Ganz am Anfang des Kreises habe ich meine Frauen/Schwestern/Sisters gefragt, ob sie die Rückkehr des Licht bereits spüren. Und es ist schon extrem, wie sehr wir alle auf's Licht reagieren. Bei einem Grossteil hat man die grosse Freude über die Rückkehr des Lichtes buchstäblich spüren können. In einem Quartier, hier bei uns, feiert man anscheinend jedes Jahr ein Quartierfest um die Rückkehr der Sonne/des Lichtes zu feiern. Das hat mich tief beeindruckt...hier bei uns in der heutigen Zeit...wunderbar!

 

Intuitiv haben die Frauen ihre Weihnachtsdeko (so will es der Brauch in der Katholischen Kirche) an Imbolc abgenommen und das Haus (ein alter heidnischer Brauch) geputzt. Spannend, wie wir oftmals intuitiv immer noch das tun, was unsere Ahnen Jahrtausende lang getan haben. 

 

Licht ist unser Lebenselixier, ohne Licht würde es uns, die Pflanzen und die Tiere nicht geben. Darum haben wir am Freitag die Rückkehr des Lichtes gefeiert. Wir haben Kerzen gesegnet/geweiht. Man sagt, dass an Imbolc gesegneten Kerzen uns durch alle Krisen helfen können und einen starken Schutz aufwiesen. Und wir haben zu Ehren von der Göttin Brigit "Brigid Kreuze" aus Stroh gemacht, welche wir nun über unsere Türe hängen können. 

 

Wenn du mehr über die Wirkung des Lichtes auf unser Leben lesen möchtest, kann ich dir den Artikel "Licht ist Leben" empfehlen.

 

 

Imbolc

Imbolc wird am 1. oder 2. Februar in Irland und auch anderswo, zu Ehren der Göttin Brigid,

gefeiert. Es ist nicht nur das erste Jahreskreisfest im Abschnitt der Rückkehr der Sonne, sondern gleichzeitig eine Feier der Mitte des Winters. Der Begriff „Imbolc“ hat seinen Ursprung bei den Kelten. Übersetzt bedeutet Imbolc so viel wie „Anlegen der Schafe zum Säugen„ denn nun erblicken bald die ersten Lämmchen das Licht der Welt. Ein weiteres Attribut war die Schlüsselblume, eine der ersten Frühlingsblumen. Brigid erweckt nun das Feuer des Lebens, welches den Winter über unter der Erde geschlafen hat, und sie lässt die Milch der Kühe und Schafe fließen. Unmerklich steigt auch bereits der Saft in die Bäume. 

 

Imbolc ist ein Fest der Reinigung, des Neubeginns, der Fruchtbarkeit. Die Schwere des Winters wird langsam abgelegt und wir gehen in die Helligkeit, in die Leichtigkeit hinein. Spürst du es schon?

 

 

Brigid

Brigid ist eine der wichtigsten keltischen Göttinnen. Sie ist eine sehr komplexe Gestalt, deren Kult noch so lebendig ist, wie sonst kaum einer in Europa. Sie ist die Patronin der Hebammen und Schutzgöttin der Gebärenden. Frauen hängten daher über die Wiegen gekreuzte Vogelbeer-Zweige (diese gilt als Baum der Lebenskräfte), um damit Brigid herbei zu holen. Sie ist die Göttin der Poeten, der Musiker und Künstler, der Schmiede und der Heilkünste. Abends warfen Frauen bevor sie zu Bett gingen noch einen Scheit Holz ins Feuer und baten damit um den Schutz und den Segen der Göttin.

 

 Quelle: bookcity.co

 

Brigid ist bei weitem die stärkste und duldsamste der grossen irischen Göttinnen und es spricht für sich, dass sie heute noch als Heilige Brigitta verehrt wird. Im Jahr 450 nach der Zeitrechnung wurde im Zuge der christlichen Missionierung die alte Göttin Brigid und die neue (christliche) Brigitta zur Heiligen Brigid von Kildare verschmolzen und der Kult entsprechend verändert. Man sagt, dass die Göttin Brigid und die Heilige Brigitta viel gemeinsam hatten. Und mit der Zeit verschmolzen diese zwei Gestalten ineinander. Die Kelten haben die Heilige Brigitta übernommen.

 

An jenem Ort (Kildare), an dem früher der Tempel der Göttin Brigid stand, wurde zu Ehren der Heiligen Brigitta eine Kirche und ein Kloster errichtet. Bis heute brennt hier ihre „ewige Flamme". In Brigids Tempel versahen 19 Priesterinnen (heute 19 Nonnen) ihren Dienst. Jeden Tag beschützt eine andere die heilige Flamme. Am 20. Tag beschützt die Göttin (oder die Heilige) selbst die Flamme. Die Zahl 19 symbolisiert das "Grosse Jahr" der Kelten, an dessen Ende der solare mit dem lunaren Zyklus zusammenfällt. Diese Periode währt 18,61 Jahre.

 

Interessanterweise haben auch viele Steinkreise in England und Irland genau 19 Steine. Nach drei dieser Perioden findet — alle 56 Jah­re — die „Vermählung“ von Sonne  und Mond statt. Solche astronomische Berech­nun­gen sollen sich im Steinkreis von Stonehenge nach­voll­zie­hen lassen.

 

Nun wünsche ich dir eine lichtvolle Zeit, geniess die Sonnentage und wenn du die Unterstützung von Brigid brauchst.....sie liebt das Wasser. Gehe an ein fliessendes Gewässer, rufe Brigid an und schicke ihr, als Opfergabe, ein Schiffchen aus Naturmaterialien (Blätter, Tannenzapfen, Gräser, Nadeln....) auf dem Wasser. Sie wird dich erhören und sich über das Schiffchen freuen. 

 

 

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