Rauchzeichen

02/09/2018

 

Ja, jetzt sind sie wieder da, die kühleren Tage und der Regen, manchmal sieht es schon fast aus, wie im November.....der Herbst kündigt sich an. Gestern war der meteorologische Herbstanfang. Auch wenn die Sonne doch noch recht stark ist, im Schatten wird's schnell mal kühl und ja, vor einer Woche haben wir die ersten angezuckerten Berge gesehen.

 

Wir haben das Wochenende auf der Alp genossen. Endlich wieder mal einfach drinnen am warmen Ofen sitzen, eine heisse Tasse Tee trinken, lesen und ich habe mich im Handlettering geübt. Habe letzte Woche einen wunderbaren Kurs von Denise von Kokosweiss bei Franziska von Liebdings in Mels besucht.

Seeeehr empfehlenswert! Man kann so richtig runterfahren, ist fast schon meditativ....ausser wenn ich am Schluss merke, dass sich ein Schreibfehler eingeschlichen hat, hahaha.

 

 

Der Herbst ist im Anmarsch

Nach diesem wunderschönen und hiessen Sommer sind die kühleren Temperaturen und der Regen ein Segen und Erholung für unseren Körper, die Natur und die Tierwelt. 

 

So sehr ich den Sommer und die Wärme liebe, ich freue mich auch immer, wenn der Herbst kommt. Die Tage werden kürzer, es wird wieder dunkler, ich bekomme Lust zu backen, kreativ zu sein, zu lesen, Kräutersalben zu rühren und ich hole meine Räucherkräuter raus. Ich LIEBE es ja zu räuchern....ja, ich weiss, ich LIEBE viele Sachen....so ist das halt mit mir. 

 

 

Rauchzeichen

Interessanterweise habe ich/wir/man im Sommer weniger das Bedürfnis zum Räuchern. Aber sobald der Herbst kommt, die ersten Nebelschwaden ums Haus ziehen, wird es wieder Zeit dafür. Dafür kann man im Sommer wunderbar selber Kräuter für den Winter sammeln. Mit selbst gesammeltem Räucherwerk zu räuchern, macht noch viel mehr Freude und es duftet sooooo gut.

 

Ich bin vor 14 Jahren zum Räuchern gekommen, halt stopp...da habe ich wieder mit dem Räuchern begonnen. Richtig kennengelernt habe ich es vor 21 Jahren in Japan. Ich mochte es, wenn die Menschen vor dem  Tempel Räucherstäbchen angezündet und sich hingebungsvoll und in voller Andacht verneigt haben. Und dieser Duft! Nein, das waren keine billigen, synthetischen Räucherstäbchen, sondern richtig japanisches Räucherwerk. 

 

 

Wirkung des Räucherns

Beim Räuchern verglimmen wir getrocknetes Pflanzenmaterial wie Blüten, Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln und Harze auf einer Räucherkohle oder einem Stövchen mit Drahtsieb. Die Räucherdüfte bringen die Seele ins Schwingen. Sie sind Balsam für die Sinne.

 

Dank neuester Forschungen über den Riechsinn wissen wir, dass die Duftmoleküle geradewegs von der Nase in den ältesten Teil des Gehirns, dem limbischen System, gelangen. Dort wirken sie unmittelbar auf Gefühle, Stimmungen, Erinnerungen und das vegetative Nervensystem. Deshalb können wir uns mit Düften beruhigen und entspannen, klären und vitalisieren, Konzentration und Kreativität stärken, Heilungsprozesse unterstützen und persönliche Entwicklungsphasen

begleiten. Auch Themen wie Ärger, Frust, Motivation lassen sich durch Düfte positiv beeinflussen

 

Räucherwerk sollte von bester Qualität sein, da die Duftstoffe direkt in das Gehirn eindringen! 

 

Mit dem Räuchern kann man aber auch Viren und Bakterien vertreiben (früher bei uns in der Pestzeit) und Räumlichkeiten von negativen Energien, das muss nicht nur spirituell sein, sondern auch einfach normale Streitigkeiten, säubern/befreien.

 

 

Räuchern in Japan

Das Räuchern hat in Japan eine lange Tradition. Bereits im 6. Jahrhundert, als der Buddhismus mit all seinen Bräuchen und Ritualen, nach Japan kam. Die Samurai entwickelten im 16. Jahrhundert die Zeremonie "kodo" aus dem verbrennen von Räucherware. "Kodo" ist eine der 7 "klassischen japanischen Künste" wie...die Teezeremonie (chadō), der Blumensteckkunst (kadō), der Kalligraphie (shodō), der Kampfkunst (budō) sowie dem Bogenschießen (kyudō) und dem Schwertfechten (kendō) Ich habe "chadō" und "kadō" gelernt...und "kyudō" ein paar Mal ausprobiert. 

 

"Kodo" habe ich damals nicht gelernt, aber ich war ein paar mal an so einer Zeremonie dabei. Japan hat wunderbares und hochqualitatives Räucherwerk. Sehr berühmt ist das teure Adlerholz aus Japan. Aber eben auch die zahlreichen Räucherstäbchen, welche ich immer gerne direkt bei Tempel gekauft habe.

 

Kodo 香道 - Weg des Duftes

Die japanische Räucher-Zeremonie läuft, wie alle Zeremonien, rituell ab. Dabei wird in einen Keramikbehälter, der an eine Tasse erinnert, zuerst ein Stück heisse Kohle eingelegt. Dieses wird mit feiner Asche bedeckt, die in eine leicht zylindrische Form gebracht wird, sodass ein kleiner Hügel in der Mitte des Gefäßes entsteht. Bevor eine kleine, dünne Platte aus Mica (eine Art Silikat) auf den Hügel platziert wird, werden meist einfache gerade Linienmuster in die Asche gezeichnet. Auf das Mica Plättchen wird dann ein kleines Stück Duftholz gelegt.

 

Für die "kodo" Zeremonie wird der Behälter herumgereicht. Jedes Mal wird der Name des

Duftholzes genannt, sodass die Teilnehmer der "kodo" Zeremonie den Duft in Verbindung mit dem dazugehörigen Dufthölzchen merken können. Um „dem Duft zu lauschen“, sollten die Teilnehmer das Gefäss in ihrer linken Hand platzieren, den oberen Teil locker mit der rechten Hand abdecken und nah an das Gesicht heranführen. Um den Duft zu geniessen, einfach den Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand etwas vergrössern und die Nase nah an die entstandene Öffnung halten.

 

 

Räuchertraditionen aus aller Welt

Aber nicht nur in Japan und China wurde oder wird geräuchert. Auch in unseren Breitengraden, auch bei uns in Europa...wir haben sehr viel wunderbares, einheimisches Räucherwerk. Aus dem Leben unserer Ahninnen und Ahnen war das Räuchern nicht wegzudenken.

 

Aber natürlich auch in anderen Ländern, wie Ägypten, Indien, Nordamerika, Südamerika....ja, also eigentlich überall, pflegt man auch heute noch die Kunst des Räucherns. 

 

 

Räuchern mit einheimischen Kräutern

Anhand der Schafgarbe möchte ich dir zeigen, dass wir hier bei uns auch ganz viele tolle Pflanzen habe, welche wir verräuchern können. Schlussendlich kann man eigentlich jede Pflanze benutzen. Probier es aus, sammle Kräuter die du magst, trockne sie und dann kannst du sie z.B. auf einem Stövchen/Gitterchen verräuchern und schauen, welche Kräuter du magst. Das geht auch mit Rinden, Wurzeln und Harzen. Die Löwenzahnwurzel, zum Beispiel, riecht in meinen Augen, bzw. in meiner Nase, wunderbar. Aber eben, dass ist Geschmacksache, wie es immer mit Düften ist, sei das Parfum, Räucherware oder ätherische Öle...

 

Auch die Schafgarbe kannst du einfach sammeln...im Moment finde ich sie überall, am besten kopfüber an einem trockenen Ort aufhängen und gut trockenen lassen, bis du sie zwischen den Fingern "zerbrösmala" kannst. Aufpassen, die picksen zum Teil richtig in die Fingern.

 

Wenn sie richtig trocken ist, streife ich einfach mit der Hand von nach oben dem Stängel entlang und streife die Blüten und Blätter ab. Dieses Räucherwerk gebe ich dann zum Aufbewahren in ein Glas mit Schraubverschluss. Mmmmmh, wie das riecht, wenn man den Deckel nach einer Weile öffnet....himmlisch. 

 

 

 

Duft der Schafgarbe beim Verräuchern...

Sie entwickelt beim Räuchern einen leichten, feinwürzigen Duft.
Schafgarbe kann alleine oder zusammen mit anderem Räucherwerk insbesondere Harzen verräuchert werden.

 

 

Wirkung der Schafgarbe beim Räuchern

- harmonisierend

- traumfördernd

- beruhigend

- ausgleichend

- schützend

- friedvoll

- intuitionsstärkend

- erfrischend

- lösend

 

 

....und hilft bei

- Unausgeglichenheit

- Unruhe

- Stress

- Erschöpfung

- Müdigkeit

 

 

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest....ich biete in diesem Jahr noch 3 verschiedene Räucherkurse an und ich freue mich seeeehr darauf!

 

 

 

Workshops

24. Oktober - Zeit des Rückzuges - Abendworkshop

Du hörst mehr über diese herbstliche Zeit der Rückzuges, wir probieren zusammen verschiedenes Räucherwerk aus und kreieren zusammen eine wunderbare, Räuchermischung für die kommende, mystische Zeit

 

14. November - Rauhnächte - Abendworkshop

In diesem Räucher Worshop hörst du mehr über diese wunderbare Zeit zwischen den Jahren

 und wie du sie ohne grossen Aufwand geniessen kannst. Wir probieren verschiedenes Räucherwerk aus und kreieren zusammen eine feine Räuchermischung für diese spezielle Zeit zwischen Weihnachten und dem Heiligen Dreikönigstag.

 

8. Dezember - Räuchern in den Rauhnächten - Tagesworkshop

Hier erfährst du viel mehr über die verschiedenen Arten des Räucherns, die Geschichte der Rauhnächte, du lernst die verschiedenen Räucherstoffe kennen und zusammen kreieren  wir zwei wunderbare Räuchermischungen. Dies alles bei Speis und Trank und gemütlichem Beisammensein (der Flyer dazu erscheint in den nächsten Tagen)

 

Weitere Informationen zu den Räucherkursen findest du unter Veranstaltungen

 

 

 

Blogbeiträge - NEU

Hm, ich habe es mir lange, echt lange überlegt, soll ich, soll ich nicht.... Aber ich bin zum Entschluss gekommen, dass ich nur noch alle 2 Wochen einen Blogpost am Sonntag posten werde. Nein, die Themen gehen mir nicht aus, und die Lust zum Schreiben habe ich auch nicht verloren. Aber es ist so viel los in meinem Leben. So viele tolle Projekte und Türen, die sich mir eröffnen. Ich bin die ganze Woche voll ausgelastet und liebe es. 

 

Aber, dadurch komme ich kaum mehr dazu, meinen Blog unter der Woche vorzubereiten. Das heisst, am Sonntag gehen wir raus, im Normalfall in den Wald, und wenn wir nach Hause kommen, sitze ich ein paar Stunden am PC und schreibe und gestalte meinen Blogpost. Das macht mir zwar unendlich viel Freude, aber seit meine "Männer" jetzt beide die ganze Woche von früh morgens bis am Abend weg sind, sind die Abende und die Wochenenden noch heiliger geworden. Da möchte ich Zeit für sie haben und diese, so viel wie möglich, mit ihnen verbringen. 

 

 

Ich möchte auch nicht unter der Woche einfach husch, husch, einen Beitrag schreiben und dann am Sonntag schnell hochladen. Das finde ich auch schade. Ich liebe es zu schreiben, es fliesst direkt aus meinem Herzen....aber husch, husch, das funktioniert nicht. Und nur, dass ich einen Beitrag posten kann....das bringt's weder für dich noch mich. Ich möchte weiterhin schöne, sorgfältig geschriebene Texte posten, die dir auch was bringen.

 

 

Newsletter

Also der nächste Blogpost wird erst übernächsten Sonntag erscheinen. Dafür gibt es nächsten Freitag wieder den monatlichen Newsletter. Wenn du meinen Newsletter abonnierst, wirst du auch automatisch die Information erhalten, wenn ein neuer Blogpost online ist.

 

 

Wettbewerb

Ja, es gibt wieder einmal einen Wettbewerb, für alle die, die auf Facebook sind (sorry an alle anderen...ich werde mir bald mal etwas anderes einfallen lassen, versprochen).

 

Also, falls du auf Facebook bist. Kommentiere, like und/oder teile meinen heutigen Blogbeitrag

und gewinne eine herrliche Mabon Räuchermischung von mir. Mabon ist das keltische Fest zur Herbst Tag-und-Nachtgleiche vom 21. Septbember.

 

An Mabon beendet man die Erntephase. Zeit für den Dank und das Gefühl der Ruhe kehrt ein. Man wird bereit für die kalte Jahreszeit, hat seine Speicher gut gefüllt. Eine wunderbare, herbstliche, September-Räuchermischung. Mach auch mit.

 

Wer der/die glückliche Gewinner/in ist, werde ich nächsten Sonntag auf Facebook und übernächsten Sonntag hier im Blog, mitteilen.

 

So, und nun wünsche ich dir und deinen Lieben noch einen wunderschönen und gemütlichen Abend. Alles Liebe

Corina

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