Raus aus der Routine - Rein in die Lebensfreude!

27/01/2019

 

Manchmal scheint unser Leben wie auf "Autopilot" zu laufen. Jeden Morgen klingelt unser Wecker zur gleichen Zeit. Und er läutet, wie jeden Tag, den selben Tagesablauf ein - Raus aus den Federn, duschen, Zähne putzen, anziehen, schnell frühstücken und dann raus aus dem Haus....Immer die selben Wege, immer in der selben Reihenfolge. Das alles geht uns ganz selbstverständlich von der Hand, ohne dass wir noch gross darüber nachdenken.

 

Oftmals funktionieren wir wie ferngesteuert und fühlen uns in unserem Alltag regelrecht gefangen. Und dann entsteht da diese Sehnsucht nach ein bisschen Abenteuer und Lebendigkeit.

 

Routine ist beruhigend

Das liegt daran, dass Routine zwar praktisch ist. Aber sie hält uns auch davon ab, im JETZT zu leben. Wenn wir in unserem "Routine-Tunnel" stecken, nehmen wir fast nichts mehr wahr. Nicht die Umwelt, nicht wer und was uns begegnet. Wir funktionieren einfach. Und unser Gehirn, das stellt seine feinen Antennen dann im Alltagstrott ein. Für uns fühlt sich das einerseits gut an, denn uns wird signalisiert: "alles in Ordnung, keine Gefahr in Sicht." Andererseits verpassen wir so oftmals die schönsten Momente.

 

Kinder kennen keine Routine

Aber war das nicht früher mal anders? Waren unsere Tage früher nicht mal farbig und voller neuer Abenteuer und Überraschungen? War als Kind nicht schon der Wald alleine ein Abenteuerspielplatz? Ein Gewitter ein unheimliches Wunder? Eine farbige Glaskugel in unserer Hand, ein kleines Heiligtum? 

 

Ja, als Kinder, da konnten wir noch entdecken und staunen. Da lief noch nicht alles auf "Autopilot". Wir waren richtige kleine Entdecker. Doch irgend wo auf dem Weg ins Erwachsenenalter haben wir unsere Entdeckerfreuden dem Vernünftig Sein, der Routine und dem Rationalen geopfert. 

 

Der Sinn der Routine

Routinen und Gewohnheiten sind halt auch super praktisch. Der Wissenschaftler Charles Duhigg erklärt in seinem Buch "Die Macht der Gewohnheit" - "Weil das Gehirn ständig nach Wegen sucht, um sich weniger anzustrengen. Sich selbst überlassen, versucht das Gehirn praktisch jede Handlung in eine Gewohnheit zu verwandeln, weil Gewohnheiten unserem Geist erlauben, häufiger herunterzufahren." Und das hat laut Charles Duhigg einen Vorteil - "Unsere grauen Zellen verzetteln sich nicht mit Nebensächlichkeiten und wiederkehrenden Verhaltensweisen wie Gehen oder Essen, sie können ihre Energie stattdessen für wichtigere Dinge einsetzen, zum Beispiel dafür neue Ideen zu entwickeln oder Pläne zu schmieden"

 

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bis zu 90% (!) unserer täglichen Handlungen nicht auf bewusste Entscheidungen beruhen, sondern Gewohnheiten sind....krass, oder!?

 

 

 

Weisheiten aus unserer Kindheit

Letztes Wochenende war ich, wie im letzten Blogbeitrag erwähnt, am RINGANA Kick-off in Wien. Da wurden wir von einem der Redner an die Geschichte von Alice im Wunderland und folgendes Zitat erinnert -

 

"Bin ich etwa verrückt geworden?" fragte der Hutmacher traurig. "Ich fürchte ja," sagte Alice. "Du bist total durchgeknallt. Aber soll ich dir ein Geheimnis verraten? Das macht die Besten aus!" 

(aus Alice im Wunderland)

 

Ich hab mich so darüber gefreut, dass er mich an "Alice im Wunderland" erinnert hab und ich habe mir vorgenommen, mir den (neuen) Film bald wieder mal anzuschauen. Gerade Filme, wie "Alice im Wunderland", vermittelt uns so viele andere Ansichten und locken uns aus unserer Routine heraus.

 

"Es ist nicht zu wenig ZEIT, die wir haben, sondern es ist zu viel ZEIT, die wir nicht richtig nutzen.

(aus Alice im Wunderland)

 

Ich liebe solche Zitate aus Geschichten und Märchen aus der Kindheit, die uns aufzeigen möchten, dass unser effizientes Funktionieren, dieses verplante und durchorganisierte Leben nicht alles sein kann. Es ist so viel einfacher.

 

Auch dieses Zitat finde ich super passend zum Thema -

 

"Welchen Tag haben wir denn?"
 "Es ist heute."

"Das ist mein Lieblingstag!"

(aus Winnie the Pooh)

 

Herrlich, oder!? Wir können so viel lernen aus solchen ganz einfachen Geschichten.

 

Und wer kennt nicht das Buch "Der kleine Prinz"  -

 

"Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben."

(von Antoine de Saint-Exupéry)

 

 

 

Märchenzauber

Im Frauenkreis vom 8. März 2019 werden wir uns mit dem Thema "Märchenzauber" beschäftigen und ich bin bereits dabei, mich in das Thema einzulesen. Da stolpert man laufend über solch wunderbare und sehr lehrreiche Zitate. Einfach genial. Es macht so richtig Freude zu stöbern und es macht auch ein bisschen nachdenklich. 

 

 

 

Wie sehr haben wir doch auf dem Weg ins Erwachsensein unsere Verrücktheit vergessen! Wie angepasst und fokussiert hetzten wir durch's Leben und vergessen dabei das Leben zu leben. 

 

 

Hier eine kleine Auswahl an Zitaten, die mir besonders gut gefallen

 

"Alles was du brauchst ist Glauben, Vertrauen und ein bisschen Feenstaub."

( aus Peter Pan)

 

"Du bist mutiger als du meinst, stärker als du scheinst und klüger als du denkst."

(aus Winnie the Pooh)

 

"...aber beinahe hätte ich es vergessen, du musst die Augen schliessen, ansonsten siehst du gar nichts!"

(aus Alice im Wunderland)

 

"Die ganze Welt ist eine grosse Geschichte und wir spielen darin mit."

(aus Momo von Michael Ende)

 

"Ich bin nicht verrück! Meine Realität ist nur anders als deine."

(aus Alice im Wunderland)

 

"Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit."

(aus "Das Dschungelbuch)

 

"Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verlorene Zeit."

(aus Momo von Michael Ende)

 

 

 

Zurück zum Entdecker-Glück

Wir Erwachsene möchte ja auch nicht immer nur effektiv und vernünftig sein! Wir wollen wieder das Entdecker-Glück spüren, neue Sachen ausprobieren und Lebenslust verspüren! 

 

Der Neurobiologe Gerald Hüther erklärt - "Vielen Erwachsenen ist genau das weitgehend verloren gegangen ist, was einem Kind die pure Lebensfreude vermittelt - Die Begeisterung.

 

Zwanzig bis fünfzig Mal pro Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand grösster Begeisterung. Zwar kennen wir Erwachsenen schon noch das Gefühl der Begeisterung - doch diese Momente sind selten und kostbar geworden, wenn etwas neu für uns ist oder wir etwas zum ersten Mal tun oder sehen. Wenn wir mit etwas nicht gerechnet haben, es uns aber so gefangennimmt, das wir gar nicht darum herum kommen, es wahrzunehmen und uns zu freuen. Dann sind unsere Sinne hellwach und unser Erleben ist so intensiv, das jegliche Routine in den Hintergrund tritt. Wir sind ganz im JETZT." 

 

 

Wie können wir die Routine durchbrechen?

Aber wie können wir uns wieder für die Faszination des Neuen öffnen? Fangen wir mal mit den kleinen Dingen an, denn hey, geht es nicht genau um die kleinen Dinge im Leben?

 

Probiere nächste Woche mal täglich ganz bewusst, deine Routine zu unterbrechen. Wie wäre es zum Beispiel damit - tun wir doch einfach einmal so als würden wir zum ersten Mal einen Apfel essen. Wetten, dass wir plötzlich allerlei bemerken! Wie glatt die Oberfläche ist, wie es knackt, wenn wir rein beissen, wie der Apfel eigentlich schmeckt. Oder machen wir etwas ganz "Verrücktes" und machen einem fremden Menschen ein Kompliment oder bringen jemanden zum Lachen. 

 

Raus aus der Routine - Rein in den Spass!

Kleinkinder machen genau das wozu sie Freude haben, was ihnen Spass macht, egal ob das nun Sinn macht oder nicht, egal ob das der Norm entspricht oder nicht. Wir können viel von Ihnen lernen. Mach doch nächste Woche auch mal ein paar Sachen ein bisschen anders -

 

  • wenn du immer eine Hose trägst, zieh einen Rock an
     

  • trägst du immer Schuhe mit Absätzen? Dann zieh heute mal Sneakers an
     

  • wenn du jeden Morgen nur schnell einen Espresso runter kippst, nimm dir mal ein bisschen mehr Zeit für einen Kaffee und geniesse gleich noch ein Gipfeli dazu
     

  • läufst du jeden Tag an einem Spielplatz vorbei? Dann, setzt dich wieder mal auf die Schaukel und schaukle eine Runde, wie du es als Kind getan hast...du darfst am Schluss auch abspringen
     

  • trägst du immer nur dunkle Farben, dann trau dich mal den roten Pulli raus zu nehmen
     

  • läufst du immer auf dem gleichen Weg zur Arbeit? Dann nimm mal einen anderen Weg
     

  • macht dich der Regen launisch und depressiv? Dann spring wieder mal, wie früher als Kind, mitten in eine grosse Pfütze rein
     

  • bist du jeden Abend im Facebook am herumstöbern? Dann lies doch zur Abwechslung mal eine Woche lang jeden Abend in einem Buch
     

  • machst du immer die gleiche Salatsauce? Probier doch mal eine neue aus
     

  • Lust auf ein Eis zum Frühstück? Dann gönne dir doch einfach eins
     

  • trägst du seit Jahren die gleiche Frisur? Dann geh mal zum Coiffeur und lass dir einen neuen Schnitt verpassen

 

Dir kommen bestimmt noch ganz viele andere Sachen in den Sinn. Probiere es einfach aus und sei ein bisschen erfinderisch. Viel Spass beim Ausprobieren und geniesse die Lebensfreude und die Begeisterung.

 

 

Routine oder Abwechslung?

Es hat mich aber beim Lesen all dieser Studien (ich LIEBE solche Studien) doch gefreut zu merken, dass ich wohl immer ein bisschen Kind und somit sehr begeisterungsfähig geblieben bin.

 

Und wie geht es dir? Was ist dir beim Lesen dieses Beitrages durch den Kopf gegangen? Bist du eher in der Routine gefangen...ok, das sind wir wohl alle ein bisschen....oder spürst du das Kind in dir auch noch recht fest? Ich freue mich immer sehr über Feedback...du darfst deine Erkenntnis sehr gerne hier mit mir teilen.

 

So, und nun wünsche ich dir noch von Herzen einen schönen, restlichen Sonntag und nächste Woche viel Spass beim Routinen druchbrechen.

 

 

Von Herzen alles Liebe

Corina

 

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