Die Quelle deiner Kraft

05/05/2019

 

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass diese Woche überhaupt ein Blogbeitrag entstehen würde. Es wollte einfach nicht fliessen. Ich "musste" mich zuerst, wieder einmal, mit mir selber auseinandersetzten. Und siehe da, nun fliesst es wieder. Und ich habe einmal mehr realisiert, dass ICH die Quelle MEINER Kraft bin. Ich alleine!

 

Hier folgt also wieder einmal ein richtiger SEELEN-STRIP, aber ich könnte mir vorstellen, dass du dich bei der einen oder anderen Aussage selber erkennen wirst.

 

Alte Dämonen

Du kennst sie bestimmt auch, diese alten Dämonen, die immer wieder einfach so AUS DEM NICHTS auftauchen. Du denkst, du hättest sie schon lange erfolgreich besiegt und plötzlich klopfen sie wieder an deine Türe. Na toll, denke ich mir jedes Mal, seufze kurz in mich rein und packe es an.

 

So ging es mir diese Woche. Nach 8 Tagen OFFLINE (ja, ich habe es echt durchgezogen....8 Tage kein WhatsApp, Facebook, Email & Instagram), Ferien im Südtirol geniessen, den Wald erkunden, Familienzeit, viel lesen, relaxen, wellnessen, wäre es am Donnerstag wieder an der Zeit gewesen, mich an die Arbeit zu machen. Unter anderem auch, meinen Blog zu schreiben.

 

 

Bettdecke über den Kopf ziehen

 

 

Am Mittwoch Abend war ich noch voll motiviert, aber am Donnerstag war ich ein Häufchen ELEND....alles war mir zuviel. Am liebsten wäre ich gar nicht aufgestanden. Ich hätte viel lieber die Bettdecke über den Kopf gezogen um ja nichts zu sehen und zu hören. 

 

 

Was ist passiert?

Ja, was ist passiert, das habe ich mich an dem Morgen auch gefragt. Ich LIEBE meine Arbeit, ich hatte gerade Ferien, was um Himmelswillen ist bloss los mit mir? Der Blick auf mein Handy, all die WhatsApp Nachrichten und Emails....es hat mir total den Boden weggezogen. Ich spürte eine plötzliche ÜBERFORDERUNG...wo soll ich bloss anfangen? 

 

Dazu kam, dass ich mich grauenhaft darüber geärgert habe, dass es Menschen in meinem Leben gibt, die meine GRENZEN absolut nicht respektieren. Es hat mich so viel gekostet, diese/mein Grenzen endlich selber zu erkennen und jetzt, wo ich sie sehe und sie kundtue, werden sie von aussen nicht respektiert? Das hat mich soooo getriggert, ich hätte nur noch heulen können!

 

 

Mein Triggerpunkt

 

 

Jahrelang habe ich über dem Limit gelebt, habe gekrampft IMMER versucht, überall 100% zu geben. Doch das ging nicht auf! Ok, ich habe es immer irgend wie hingekriegt, Familie, Politik, Arbeit, Haushalt, und, und, und unter einen Hut zu bringen. Aber das alles ging auf meine eigenen Kosten! Die Anzeige meines Energietankes war soooo viele Jahre lang IMMER im roten Bereich.

 

Ich lief jahrelang im roten Bereich

 

 

 

Eigene Grenzen missachten

Dass ich über meine Kräfte hinausgehen kann, wenn der Kopf es möchte, dass habe ich bereits in meiner Jugend, als ich magersüchtig war, herausgefunden. Da habe ich oftmals nicht mehr als 300 Kalorien (sehr oft auch weniger) pro Tag zu mir genommen und habe nebenbei quasi SPITZENSPORT betrieben.

 

 

Ich bin mit dem Mountainbike Monsterstrecken gefahren, natürlich nur bergauf, oder ich bin einen Berg rauf gerannt...am liebsten nicht dem Weg entlang sondern einfach gerade hinauf. Mein Körper war immer vollkommen am Limit, aber mit meinem Willen habe ich es immer geschafft, auch wenn ich fast zusammen geklappt bin.

 

Kennst du das Gefühl, wenn du einen ZUCKERSTURZ hast? Wenn alles zittert, die Beine schwach sind und so langsam alles um dich herum schwarz wird? Das war in diesen Jahren mein Dauerzustand. Ätzend! 

 

Dieses Foto stammt aus der Anfangszeit meiner Magersucht. Vom "Höhepunkt" existieren keine Fotos, was auch gut so ist. 

 

Anyway, irgend wie habe ich in dieser Zeit der MAGERSUCHT wohl die Information abgespeichert, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es nur will. Ich habe gelernt, dass ich auch im roten Bereich funktionieren kann. Das es immer irgend wie geht. Ich habe meine eigene Grenze verloren und/oder vollkommen missachtet. Und mit dieser Erkenntnis habe ich dann einfach weiter gelebt. 

 

 

Meine Enttäuschung

Ich war am Donnerstag, als ich diese Überforderung gespürt und realisiert habe, dass ich mich trotz Ferien, irgend wie wieder mal im eher roten Bereich bewege, sehr enttäuscht über mich selber.

 

Wieso kommt dieser alte DÄMON immer wieder zurück zu mir? Immer, wenn ich das Gefühl habe, dass ich ihn besiegt und verstanden habe, wie ich mit meiner eigenen Energie haushalten darf, schlägt er wieder zu! Ich weiss doch ganz genau, dass ich gut zu mir und meiner Energie schauen, das habe ich mir doch so sehr versprochen!

 

Dann habe ich mir überlegt, warum muss ich dann an so einem Tag noch "umsverrecken" einen Blog schreiben und mir noch mehr Druck machen? Muss das sein? Nur, weil ich all 2 Wochen am Sonntag meinen Blogbeitrag teilen möchte? Ist das meinen Leserinnen und Leser gegenüber überhaupt fair? Macht es mir Spass, wenn es nicht fliessen möchte? VERLIERE ich all meine treuen Leserinnen und Leser, wenn ich mal ganz ehrlich sage, dass ich grad nicht schreiben kann/mag/möchte?

 

 

Wasser predigen und Wein trinken

 

 

Nein, es macht weder Spass noch Sinn. Und im Gegenteil, ich würde Wasser predigen und Wein trinken. Ich würde etwas vorleben, was ich gar nicht bin. Ich möchte immer zu 100% AUTHENTISCH sein. 

 

 

Und so habe ich mir überlegt, kreiert es mir und der Welt etwas, wenn ich jetzt auf biegen und brechen diesen Blog schreibe oder KREIERT es mehr, wenn ich einfach bin, in mich rein höre, was ich in dem Moment wirklich brauche und anstatt am Computer zu sitzen, einfach raus in den Wald gehe...dahin hat es mich nämlich gezogen...und einfach bin? Und so bin ich in den Wald gegangen, habe meine Batterie aufgeladen und hab zurück in meine Kraft gefunden.

 

 

Du hast die Wahl

 

 

 

Das Drama wählen

Ich möchte nämlich auch nicht vorleben, dass ich immer alles zu 100% im Griff habe und jeden Tag strahlend durch die Gegend laufe, meine Projekte locker und mit einem Lächeln im Gesicht vor mir her JONGLIERE! Es ist mir wichtig, dir zu sagen, dass auch ich immer wieder von alten Dämonen heimgesucht werde, die mich vergessen lassen, dass ich die Wahl habe und dass ich mir meine Welt/mein Leben/ meine Realität selber kreiere.

 

Und manchmal laufe ich auch volle Kanne in den Hammer und in alte Muster rein. Aber das ist auch ok. Dann schau ich wieder mal genau hin und erinnere mich selber daran, dass ich die Wahl habe und selber entscheiden kann, ob ich ins Drama einsteigen möchte oder ob ich es einfach sein lasse. Und wenn ich mal ins DRAMA einsteige, ist das auch nicht so schlimm. Ich habe ja auch wieder wählen, daraus auszusteigen. 

 

 

Ich kreiere mir meine Welt

 

 

Meine Frustration 

Aber zurück zu meinem Problem vom Donnerstag Morgen. Ich war einmal mehr traurig, enttäuscht und ja, echt frustriert, dass es Menschen gibt, die MEINE Grenzen einfach nicht respektieren. Sie ignorieren sie einfach! Ich kann ihnen noch so oft sagen, dass ich viel um die Ohren habe, dass ich keine WhatsApp erhalten möchte, dass ich grad keine Zeit für ein Treffen habe, aber es wird nicht RESPEKTIERT.

 

Aber, während einem wunderbaren Coaching (auch am Donnerstag Morgen) habe ich wieder mal merken dürfen (ach, immer dieser Spiegel), dass es an mir liegt. Ich kreiere mir alles selber!

 

 

Immer dieser Spiegel

 

Warum werden meine Grenzen nicht respektiert? Warum werden meine Wünsche nicht ernst genommen? Was denkst du? Habe ich meinen Grund im AUSSEN gefunden? NEIN ich habe ihn natürlich wieder einmal in mir gefunden. ICH respektiere meine eigenen Grenzen immer noch nicht zu 100%! Solange ich meine Grenzen selber nicht respektiere, wird es immer Menschen geben, die meine Grenzen nicht respektieren werden. Wie innen so aussen, wie oben so unten!

 

 

Sage ich nicht ganz klar und deutlich NEIN, wenn ich nein meine, dann gebe ich nach aussen das Signal, dass ich mir auch nicht ganz sicher bin. Stehe ich nicht ganz klar und deutlich hin und kommuniziere die Dinge so, wie ich sie empfinde, reiche ich dieser Art von Menschen immer wieder den kleinen Finger und sie nehmen die ganze Hand... und ich bin selber Schuld! 

 

Es liegt an MIR, meine Wünsche klar zu kommunizieren. Aber warum falle ich immer wieder in das alte MUSTER zurück und kommuniziere nicht klar? Wovor habe ich Angst?

 

 

Unbewusste Angst

Also habe ich am Donnerstag wieder mal genau hingeschaut und habe realisiert, dass ich mich wieder mal von meiner alten, tiefen, oftmals unbewussten Angst habe leiten und ablenken lassen. Die Angst, Menschen zu verletzen, dass sie sich von mir zurückgewiesen fühlen könnten.

 

Da ist er also wieder, der alte DÄMON, der wieder einmal in einer anderen Gestalt, durch eine andere Türe, den Weg zu mir gefunden!

 

 

Ich bin die Quelle meiner Kraft

 

Wenn ich etwas nicht möchte, dann ist das, jemanden zu verletzen. Dafür nehme ich in Kauf, dass ich mich immer wieder selber verletze. Dass ich mich immer wieder mal der ILLUSION hingebe, dass ich in erster Linie für und zu allen anderen schauen muss. Aber kreiert das meinem Gegenüber wirklich mehr (von mir selber mal abgesehen)? Kreiert es nicht viel mehr, wenn ich ich bin? Wenn ich IN ERSTER LINIE gut zu mir selber schaue, schaue, dass mein Energietank immer schön gefüllt bleibt? Nütze ich meinen Mitmenschen nicht mehr, wenn ich zuerst mich selber nähre? 

 

 

Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben, oder sollte es zumindest sein! Klingt das EGOISTISCH? Soll ich ehrlich sein? Es fällt mir auch heute noch ein bisschen schwer, diesen Satz zu schreiben! Aber es ist nicht egoistisch! Denn, bin ich nicht in meiner Kraft, nütze ich niemandem! Meine Energie ist der Motor meines Wirkens. Es ist wichtig, dass ich zu allererst schaue, dass es um meinen Energiehaushalt gut steht. Wie kann ich andere Menschen unterstützen, wenn ich selber im roten Bereich laufe? 

 

 

Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben

 

 

Ich bin die Quelle meiner Kraft. Wenn ich in meiner Kraft bin, dass nütze ich viel mehr, dann bin ich im Fluss, dann kann ich in meiner vollen Grösse und von innen heraus strahlen und so nähre ich automatisch alle um mich herum. Heute habe ich, voll passend, die wunderschöne Karte von meinem Musenkuss Kartenset, gezogen. Ist sie nicht wunderschön?

 

 

 

Unendliches Wesen

ABER muss ich überhaupt Grenzen setzen? Gibt es diese Grenzen überhaupt? Hat ein unendliches Wesen überhaupt Grenzen? Wir alle sind unendliche Wesen, wir kreieren uns unsere Wahrheit, unsere WIRKLICHKEIT unser Leben. Ich darf also einfach durch's Leben gehen und das tun, was sich leicht anfühlt. "Soll ich jetzt Blog schreiben?" Das fühlt sich irgend wie schwer an? Dann schreibe ich nicht, fühlt es sich leicht an, schreibe ist. Eigentlich ist es ganz einfach, oder!?

 

Das Leben ist eine grosse Illusion!

 

Wir müssen uns nicht abgrenzen, sondern einfach unser wahres ICH leben. Und so habe ich auch am Freitag nicht an meinem Blog gearbeitet, sondern habe Mailänderli-GÖTTINNEN für meine Frauen vom Frauenkreis gebacken.

 

 

Eigentlich vollkommen hirnrissig, in Anbetracht dessen, dass ich noch "das Füdli voll zu tun" gehabt hätte. ABER es hat SPASS gemacht, obwohl es etwas chaotisch war. Die Hauptsache war, dass es mich genährt hat und es meinen Energietank wieder so richtig aufgefüllt hat und ich so wieder in meine Energie gekommen bin.

 

 

Gebärmutter - unser Kraftzentrum

Und so genährt durfte ich am Freitagabend den Frauenkreis eröffnen. Es war sooooo wunderschön. Die Frauenbegleiterinnen Eva und Solana haben uns eine kraftvolle GEBÄRMUTTERSEGNUNG geschenkt.

 

Wow, es war soooo berührend und hat mich noch viel mehr in meine KRAFT, zu meiner QUELLE gebracht. Es war super emotional, aber das Feuer, welches sie entfacht haben, das brennt nun in mir und ich werde mich von jetzt an gut darum kümmern, dass es nicht mehr ausgeht....aber (vielleicht) mehr dazu in einem separaten Beitrag!

 

 

Aus dem Herz heraus

 

 

Nun ist tatsächlich doch noch ein Beitrag entstanden. Vielleicht ein etwas verwirrender Beitrag, aber ich liebe es zu schreiben, wie es gerade aus meinem Herz heraus entsteht. Man merkt heute wahrscheinlich sehr gut, dass ich gerne einfach drauf los tippe. Aber so bin ich halt!

 

 

Nun wünsche ich dir noch von Herzen einen gemütlichen, restlichen Sonntag. Ich verkrümmle mich nun auf's Sofa und lese noch eine Runde.

 

Die nächsten 2 Wochen werde ich mich ganz meinem Kräuter Workshop vom 18. Mai widmen, ich freue mich RIESIG darauf. 

 

Eine liebe Umarmung

Corina

 

 

 

 

 

 

 

 

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